Unser Pfarrer Dr. Roland Scharfenberg

Pfarrer Roland Scharfenberg
Pfarrer Roland Scharfenberg
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Pfarrer Dr. Roland Scharfenberg
Engeleweg 4
78112 St. Georgen

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Mein Auftrag

Für den Kirchengemeinderat der Gesamtgemeinde St. Georgen - Tennenbronn habe ich am 1. Juni 2017 in programmatischer Form mein Verständnis meines Auftrags formuliert.
Ich gehe kirchenjahreszeitlich von drei Zitaten aus der Pfingstpredigt des Petrus aus:
Apg 2,36 „So wisse nun das ganze Haus Israel gewiss, dass Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt
habt, zum Herrn und Christus gemacht hat.“
Apg 2,38 „Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur
Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.“
Apg 2,42 „Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft
und im Brotbrechen und im Gebet.“

Zentrum meines Glaubens und meiner Theologie ist Jesus Christus, der Gekreuzigte, Auferstandene,
der Herr.
Ihn will ich anbeten. Ihm will ich folgen. Ihn will ich bezeugen.
Ihn kenne ich durch das Zeugnis der Heiligen Schrift und durch sein Wirken, das ich im
Laufe meines Lebens „gesehen und gehört habe“ (vgl. Apg 4,20).

Mein Leben und Dienst will ich prägen lassen von
- Buße, wörtlich „Sinnesänderung“, und das bedeutet auch „Lebensänderung“
- Zugehörigkeit zu Jesus, symbolisiert durch die Taufe
- Vergebung der Sünden
- dem Einfluss des Heiligen Geistes, den Christus uns schenkt.

Die Kennzeichen („notae“) der christlichen Gemeinde sind mir Vorrecht und Auftrag:
- die Lehre der Apostel, wie sie im Neuen Testament dargelegt ist
- die Gemeinschaft der mit Christus Verbundenen als von Gott geschenkter Modus des
christlichen Lebens
- das Brotbrechen (Abendmahl) als von Christus gestiftetes Zeichen zur Erinnerung an
seinen Tod und seine Auferstehung, zur Vergegenwärtigung der Zusammengehörigkeit
und zum Ausblick auf seine Wiederkunft.
Von diesen Punkten her bestimme ich das Wesen und den Auftrag des Christseins
- immer in Bezug auf das „ewige Heil“, d.h. als Erlösung und Rettung durch Jesus Christus
über das Leben in dieser Welt hinaus (vgl. 1Kor 15,19 „Hoffen wir allein in diesem
Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen.“)
- jetzt schon als „Agenten“ (Botschafter) des Reiches Gottes, die Gottes ganzen Ratschluss
in der Gemeinschaft der Nachfolger Christi leben und verkündigen.
Pfr. Dr. Roland Scharfenberg, 1. Juni 2017

Mein Werdegang

Am 1. September 2010 begann mein Dienst als Pfarrer in der Petrusgemeinde. Ich freue mich auf Sie, die Gemeindeglieder und Gäste, und bin gespannt, bei welchen Gemeindeanlässen oder wo sonst wir uns begegnen werden und möchte mich auch auf dieser Plattform kurz vorstellen:

Nach vielen Jahren, die ich im theologischen Lehrdienst stand, wechselte ich in den Pfarrdienst der badischen Landeskirche. Ein wichtiger Punkt, der diesen Wechsel bestimmte, war unsere familiäre Situation. In Forschung und Lehre hätte ich nur weit weg von hier weiter­arbeiten können, dass war für uns als Familie mit (damals) vier Teenagern nicht „dran“. Nicht nur bei dieser Entscheidung, sondern schon bei den früheren Stationen meines Dienstes galt: Gott beruft, er tut Möglichkeiten auf und er segnet auf dem Weg. Lassen Sie uns Gottes Segen einander mitteilen!

Zu mir gehören meine Frau Carmen und vier Kinder, von denen noch zwei Zuhause wohnen. Wir leben seit 20 Jahren in St. Georgen. In den Schwarzwald zogen wir damals aus beruflichen Gründen. Nach vier Jahren in Peru, wo ich an einem theologi­schen Seminar Pfarrer ausbildete, kam ich in Kontakt mit der Bibelschule Königsfeld, wo ich als Dozent für Glaubenslehre und Neues Testament einstieg. Gastseminare an anderen evangelischen Ausbildungsstätten, Vorträge und Predigten in Kirchen und Freikirchen boten mir die Chance, das vielfältige Wirken Gottes kennenzulernen. Berufsbegleitend promovierte ich 2004 mit einer Dissertation zum Thema „Wenn Gott nicht heilt“. Danach war ich Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Theologischen Institut der Universität Mannheim, wo ich angehende Lehrer für das Unterrichtsfach „Evangelische Religion“ vorbereitete.Nach zwei Jahren des Lehrvikariats in Möchweiler, war ich in der Ev. Südstadtgemeinde in Singen und in der Johannesgemeinde in Villingen eingesetzt.

Mit den Sätzen aus 1. Tim 1,12-17 kann ich bekennen: Mir ist Barmherzigkeit widerfahren. Unser Herr Christus Jesus hat mich für treu erachtet und er stärkt mich. Er füllt mein Leben mit Gnade und Liebe. Deshalb danke ich ihm und lobe Gott (1Tim 1,12-17).Christsein bewirkt eine dynamische Entwicklung im Leben. Das bei mir und bei anderen zu erleben, ist bereichernd. Zu den Bereiche des Lebens, die ich schätze gehören: die Gemeinschaft, die wir als so unterschiedlich begabte und geprägte Menschen miteinander pflegen, der praktische Einsatz für andere in gelebter Nächstenliebe und Diakonie, oder ganz allgemein die schönen Dinge, die Gott uns in der Natur, in der Musik und den Künsten schenkt. Nicht jeder dieser Bereiche ist bei mir gleich stark ausgebildet; umso mehr freue ich mich auf Sie und hoffe, dass wir uns in diesem Sinn jeder mit seinen Gaben und Stärken bereichern können.

Herzliche Grüße

Ihr Roland Scharfenberg